Sonntag, 5. Oktober 2008

Into the wild ...

Hi meine Lieben ...

"Into the wild" ist wirklich eine gute Überschrift für meinen Wochenendtrip nach New Hampshire. Am Samstag Morgen nach dem Frühstück ging es gut gelaunt und mit Sack und Pack los. Die Sonne schien schön und ich und mein Corola hatten eine gute Fahrt. Als ich nach einer Weile über die Grenze nach New Hampshire fuhr, empfing mich tatsächlich eine völlig andere Welt. Auf den Autokennzeichen stand gut lesbar der New Hampshire Slogan "Live free or die" und im hinteren Fenster des Jeeps vor mir hing ein Gewehr. Yeeha - welcome to to New Hampshire :-) Aber auch die Landschaft hatte sich verändert und es war einfach nur wunder- wunderschön. Der Indian Summer hat bereits begonnen und die Blätter der Bäume leuchteten in allen Farben. Links und rechts der Straßen erstreckten sich Wälder und Seen und an einer dieser Straßen war die Einfahrt zu Nadines Haus.
Das Wiedersehen mit Nadine war wirklich schön und nach einer kurzen Pause haben wir uns auf den Weg zu einer der bekannten Outletmalls gemacht. Dort sind wir gemütlich durch die Läden gebummelt in denen es Markenklamotten zu fantastisch reduzierten Preisen gab. Ich habe einen kuscheligen langen Wollpulli von Tommy Hilfiger erstanden und das zur Hälfte des Originalpreises. Zur Erholung haben wir uns einen Kaffee mit Kuchen im Starbucks gegönnt und haben uns nett unterhalten.
Mit neuer Kraft haben wir dann einen kleinen Zwischenstopp bei ihr Zuhause gemacht, die Schuhe gewechselt und dann gings los zum hiking! Ich hatte zwar nicht so wirklich die geeignete Wander- bzw. Kletterausrüstung dabei, aber die Aussicht von dem nahegelegenen Berg Mount Major wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. So haben wir uns wenig später an den Aufstieg gemacht und das war wirklich ein tolles Erlebnis. Über Stock und Stein sind wir teilweise mehr geklettert als gewandert und je häher wir kamen, umso fantastischer wurde der Ausblick. Was uns auf der Spitze erwartete, ist mit Worten eigentlich nicht zu beschreiben. Ich glaube es war wirklich einer der schönsten Augenblicke meines Lebens, dort oben auf diesem Berg zu stehen und in die Weite zu schauen. Das ist Freiheit ... !! Haben viel Spaß beim Fotos schießen gehabt und uns erst einige Zeit später an den Abstieg gemacht. Zurück haben wir sogar den schwierigeren Weg genommen und da war dann wirklich klettern angesagt. Jaja, ich in Rock und Mantel wurde von einem Wanderer gleich zum"fanciest hiker ever" erkoren :-D
Nach dieser Tour waren wir beide durstig, hungrig und total gut gelaunt. So haben wir zwei andere Aupairs aus Deutschland und Schweden getroffen und sind zu einem italienischen Restaurant gefahren. In einem schönen Windergarten gab es dann Pizza zur Kräftigung, denn wir hatten ja noch gut was vor - das Maislabyrinth! Als wir aus dem Restaurant kamen, war es mittlerweile schwarz wie die Nacht draußen und so ging es los zum Cornfield! Nach einer kurzen Einweisung, die pretty scary klang, fanden wir uns plötzlich in völliger Finsternis wieder und sollten nun den Weg durch das Labyrinth finden. OK, man stelle sich vier kreischende Mädels vor, die nichts sehen konnten und völlig planlos durch ein Maislabyrinth irrten :-D War wirklich total lustig. In der Dunkelheit warteten Motorsägengeräusche und all so scary stuff auf uns und naja, wie solte es kommen - wir sind natürlich richtig schön lost gegangen ^^. Ohne die Tipps eines Angestellten, hätten wir wohl die Nacht im Maisfeld verbringen müssen ... Aaaaber finally haben wir den Weg gefunden :-)
Als wir schließlich im Bett lagen, bin ich sofort eingeschlafen - ein wirklich unvergesslicher Tag!
Am nächsten Morgen konnte ich gemütlich ausschlafen, denn Nadine musste am Morgen ein paar Stunden arbeiten. Nach dem Frühstück sind wir zu einem der Strände am Lake Winnipesaukee gefahren und haben dort die Aussicht auf den See, die Berge und die farbenfrohen Wälder genossen. Nachdem wir einen süßen Leuchtturm auf einem der Berge gesichtet hatten, waren wir natürlich neugierig und haben uns auf die Suche gemacht. Haben dann tatsächlich eine Einfahrt zu einer privat community gefunden und durften sogar nach nettem Fragen durch die Schranke fahren. Die Häuser die dort standen, waren wirklich ein Traum und die Aussicht natürlich wieder atemberaubend. Der Leuchtturm war in wirklichkeit leider nur ein Wasserturm, den man nicht besteigen durfte/konnte, aber der Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Mit Kaffee und Muffins sind wir zurück zu Nadines Haus gefahren. Dort haben wir uns noch zusammen einen Film angeschaut und uns ein bisschen unterhalten und dann war es auch schon Zeit zum Aufbrechen. Der Abschied war nicht allzu traurig, denn bereits nächstes Wochenende sehen wir uns ja wieder zu unserem Washington-Trip *freu* !!
Die Heimfahrt war etwas anstrengend, denn auf meinem Highway war ein schlimmer Unfall passiert und dementsprechend hatte sich ein riesen langer Stau gebildet. So bin ich dann mit 5 mph über den Highway gezuckelt ... Meiner guten Laune konnte das aber nichts anhaben ;-) Habe Musik gehört und die Aussicht genossen und war auch nach 2,5 Stunden zu Hause!
Dort gab es dann diner mit meiner hostfamily und ich hatte natürlich viiiel zu erzählen. Nun genieße ich noch die Fotos und die Erinnerungen und bin auch eigentlich schon hundemüde ...

Schicke euch liebe Küsse und Umarmungen,
Eure Lena :-*

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