Reisetagebuch Georgia
Sonntag, 21.12.2008
Viel zu früh für einen Sonntag Morgen klingelte der Wecker – doch statt grummeliger Morgenmuffellaune stellte sich sogleich die Reiselust ein :-) Besonders die Kleinen waren total aufgeregt und so endete es wie immer in einem kleinen Chaos, bis wir nach anderthalb Stunden In-letzter-Minute-Packen, Frühstücken, Aufräumen ... schließlich im Taxi Richtung Boston Airport saßen. Voran ging es jedoch nur im Schneckentempo, da erneut dicke Schneeflocken vom Himmel rieselten und die eh schon hohen Schneeberge wachsen ließen und die kleinen Nachbarschaftsstraßen für deutsche Verhältnisse eher unbefahrbar machten. Wir sind natürlich trotzdem heil am Flughafen angekommen und auch ohne Probleme durch die Sicherheitskontrollen gekommen. Bei Starbucks haben wir dann nochmal in Ruhe gefrühstückt und Kaffee getrunken und uns die Zeit bis zum Boarding vertrieben. Aus den großen Fenstern konnte man das Schneechaos weiter beobachten und wir waren fast verwundert, als unser Flug pünktlich zum Boarding aufgerufen wurde. Da hatten wir uns aber doch etwas zu früh gefreut, denn letztendlich sollten wir im Flugzeug festsitzend noch über eine Stunde über die Rollbahn tuckern. Als wir eendlich in der Luft waren, erfuhren wir durch eine Durchsage des Piloten, dass unser Flugzeug das letzte war, das den Airport verlassen durfte. Danach wurde er wegen dem Schneesturm, der zunehmend schlimmer wurde, geschlossen. Mhhh einerseits klasse, andererseits etwas beunruhigend, besonders, wenn man das Gerumpel und Gewackel mal betrachtete. Sonya gefiel dieses Achterbahnfeeling auch überhaupt nicht und so haben wir das ganze Flugzeug mit einem kleinen Schreikonzert entzückt. Im Großen und Ganzen haben die zwei Kleinen die Flug aber echt gut gemeistert. Eine Stunde Verspätung plus drei Stunden Flugzeug sind schließlich schon eine harte Geduldsprobe! Angekommen in Jacksonville Florida, sollte das Unheil jedoch seinen Lauf nehmen. Zwar hatten es alle Koffer mit nach Florida geschafft, ein Kindersitz war jedoch verloren gegangen und nicht mit auf dem Gepäckband. Naa super. Aber nunja, mich konnte nichts umhauen, denn schließlich war ich ja gerade in FLORIDA :-) Diese Freude wurd etwas getrübt, als uns draußen recht ekliges Mistwetter erwartete, statt dem erwartetem strahlenden Sonnenschein. Aber der Geruch nach Süden und der Blick auf die Palmen – perfekt! So sind wir nach einigem hin und her schließlich mit unserem gemieteten Van Richtung Georgia aufgebrochen. Auf dem Weg wurde ganz Amerikanisch beim MC Donalds Drive Thru gestoppt und so kam ich zu meiner ersten Amerikanischen Riesencola mit French Fries. Wiedermal ein Klischee erfüllt ^^. Recht schnell waren wir dann auch in Georgia und schließlich auf St. Simon’s Island. WOW! Wie im Reiseführer ... Die riesigen Live-Oak-Trees säumen die Straßen so weit das Auge reicht, Marschland, kleine Seen und Flüsse mit Fischerbötchen ... Und die Insel ist definitiv ein kleines Paradies für die Schönen und Reichen ^^. Vorbei gings an so einem Wärter und durch eine Schranke und dann waren wir am Ziel: Papa Joe’s und Jacky’s Haus. Dort wurden wir total lieb und herzlich empfangen und hatten bei Weihnachtsmusik und loderndem Kaminfeuer einen gemütlichen Nachmittag. Nach einem leckrem Diner waren wir alle auch recht geschafft und müde und so habe wir uns auf den Weg zu unserem kleinen Häuschen gemacht. Dies kleine Häuschen stellte sich als echter Glückstreffer heraus. Ein eher großes Häuschen im Strandhausstyle und total süß eingerichtet. Die Kleinen haben natürlich ewig gebraucht, bis sie in der fremden Umgebung einschlafen konnten und sind letztendlich auch bei meinen Gasteltern im Bett gelandet ^^. Ich war zwar hundemüde, sollte jedoch auch nicht viel Schlaf bekommen, da sich mein Zimmer in der Nacht in ein Eisfach verwandeln sollte und ich nur so ein Laken zum Zudecken hatte *mpf*. So habe ich gebibbert und gezittert und auf den Morgen gewartet, bis ich endlich unter die heiße Dusche springen konnte ;-)
Montag, 22.12.2008
Nach besagter heißer Dusche fühlte ich mich auch wieder halbwegs lebendig und wach genug um allen Guten Morgen zu sagen. Bis alle fertig und angezogen waren, dauerte es natürlich etwas, aber dann bin ich mit meinem hostdad und Paul zum etwa 2 Minuten entfernten Strand gelaufen. Oh war das herrlich und ohhhhh war das kalt. Trotz strahlendem Sonnenschein – nix da mit viel Wärme. Wir mussten uns ordentlich warm einpacken! Aber für die Aussicht und den Meeresgeruch und den Blick auf den endlosen Atlantik hat es sich echt gelohnt! Nach der Stranderkundung ging es dann zum Frühstück ins Café Frederica – einem total niedlichem urigem Südstaaten Café. Gestärkt fürs nächste Abenteuer ging es dann zum Horsebackriding! Auf dem Rücken von Molly, einem groooßem braunen Pferd, ging es los, meiner hostmum und der Reitlehrerin hinterher. Aber nicht etwa einfach im kreis herum – nein – durch einen kleinen Waldweg direkt zum Strand! Wow das war echt amazing! Der Strand war Menschenleer – nur wir und die Pferde. Eine fantastische Aussicht ... Und so ging es anderthalb Stunden im Schritt, Trab und Galopp den Strand entlang :-) Wow- ich wusste gar nicht wie ich das vermisst hab! War ein tolles Gefühl da oben! Nach dem Ausritt gab es kurz lunch und dann sind wir zum Reitstall gefahren, denn auch meine süßen Zwillies sollten eine Reitstunde haben! Oh wie war das niedlich, als diese zwei kleinen Knirpse auf den riesen Pferden saßen ;-) Echt zum Dahinschmelzen! Anschließend gab es noch die Ren-dog Show *lol*. Verrückte reiche Kinder haben ihre armen Hunde weihnachtlich geschmückt und im Kreis herumgeführt. Ein riesen Spektakel und ziemlich weird! Meine hostmum und ich haben uns dann auch abgeseilt und uns für Mittwoch noch eine Reitstunde bei Amy reserviert :-) Sind dann noch etwas über das Stallgelände sparziert, das mehr einer ganzen Pferdefarm gleicht und Ausmaße hat, die man in Deutschland einfach nicht kennt ... So weitläufig ... Toll ... Man wollte gar nicht mehr weg! Die Kinder waren jedoch total übermüdet und sind auf dem Weg zum Ferienhaus auch gleich eingeschlafen. Dort haben wir uns kurz frisch und hübsch gemacht und dann gings weiter zu Papa Joe’s Haus, um Dans Bruder John und Familie in Empfang zu nehmen. Nun ist die Weihnachtsbande komplett. Papa Joe und Jacky (die Gastgeber), May (die Schwester meines hostdads), Chris (ihr Mann), Jack und Teddy (ihre kids); John (der Bruder meines hostdads), Jenifer (seine Frau), Evan, Nick und Julia (ihre kids) und meine hostfamily :-) 16 Leute mit mir einschließlich! Get the Party started ^^. Die Familie meines hostdads ist echt einfach nur super lieb und ich mag alle total gerne. Im Haus herrscht eine total tolle Stimmung und so wurde auch dieser Abend sehr lustig und schön! Erst späät ging es zurück ins Ferienhaus, wo Dank Heizung nun auch mein Raum etwas wärmer ist *lol*.
Dienstag, 23.12.2008
Der Start in den Dienstag war ein sehr gemütlicher. Ohne besonderen Plan für den Tag ist jeder aufgestanden wann er wollte und schließlich haben wir uns angelockt vom Kaffeeduft zum Bagelfrühstück getroffen. Draußen schien wunderschön die Sonne und es war wesentlich wärmer, als die Tage zuvor! So saßen wir einige Zeit draußen auf der Terrasse, haben mit den Kleinen gespielt und die Sonne genossen. Als schließlich auch die Zwillies gebadet und angezogen waren und alle Sachen gepackt waren, haben wir uns mit dem Van Richtung Jekyll Island aufgemacht. Auf dem Weg wollten wir eigentlich lunch Essen, doch im Café Frederica waren keine Tische mehr frei und da nahm das Schicksal seinen Lauf. Erstmal ist Paul der Länge nach hingefallen und hat sich alles böse aufgeschrammt der Arme. Die Krokodilstränchen liefen natürlich in Strömen und ein Pflaster musste her. Wir also Diego-Pflaster kaufen gefahren! Auf dem Weg wurde Sonya hungrig und wenn sie denn mal hungrig ist, dann muss es ja auch auf der Stelle was zu Essen geben. „Foooooood – I want foooood...“ Nunja, da musste sie sich dann etwas in Geduld üben ;-) Jekyll Island war dann wirklich wunderschön! Das Auto musste man stehen lassen und zu Fuß konnte man dann zwischen riesigen Palmen, Live-Oak-Trees und den typischen süßen Südstaaten-Bauten die Insel erkunden. Da wir alle hungrig waren, haben wir uns erstmal zur Seebrücke aufgemacht, wo es ein kleines Bistro gab, das sehr einfach aber süß war. Draußen in der Sonne gab es dann lunch und nebenbei allerhand zu sehen: Fischerboote, Pelikane, freche Möwen ... Nach dem Essen sind wir weiter zum Seaturtle-Center gegangen. Ein kleines süßes Museum über Schildkröten und eine Schildkrötenklinik, die man besichtigen konnte. Total süß und für die Kinder natürlich ein Hit. Draußen sind wir dann alle auf den riesen Ästen der Live-Oak-Trees herumgeklettert, haben schöne Fotos gemacht und haben zum Abschluss dem Sweetsshop einen Besuch abgestattet. Auf dem Weg zu Papa Joe’s Haus sind die Kleinen dann eingeschlafen und da der Rest der Rasselbande zum Fischen ausgeflogen war, haben wir es uns mit Tee und etwas zu lesen gemütlich gemacht und etwas die Ruhe im sonst so lebhaften haus genossen. Das Leben kehrte natürlich schnell wieder ein und das ganz zu Recht, denn es war Onkel Chris‘ birthday! Für ihn gab es dann ein leckres diner, einen riesen Kuchen, einen Tellergroßen Cookie, Eis und Geschenke und alle hatten einen tollen Abend. Bei ein, zwei, drei Gläschen Wein haben sich alle gut unterhalten und die Zeit verging wie im Flug. Erst als den kids die Augen schon beim Gehen zufielen, haben wir uns auf den Weg zu unserem Strandhaus gemacht. Dieser Rückweg war echt ein Abenteuer, denn die Insel ist nicht nur Zuhause der schönen und reichen, sondern auch zahlreicher Tiere ^^. So sind wir zwei Rehen, einem Waschbär, einem Stinktier und und und begegnet *lol*. Während die Kleinen nun schlummern, freue ich mich auf eine Reitstunde Morgen früh und die Begegnung mit Santa am Abend :-) Mal schaun, ob der Schlitten und Rudolph in der Einfahrt parken werden und was für Traditionen mich erwarten – ich bin gespannt !!
Mittwoch, 24.12.2008
Das war heute wirklich mal ein Heiliger Abend der ganz anderen Art ;-) Morgens nachdem ich aufgewacht bin, stand ich auf dem Balkon und die Sonne schien, die Vögel zwitscherten, es roch nach Meer und Palmen ... traumhaft! Nach einem leckrem Frühstück bin ich mit meiner hostmum zum Reitstall gefahren. Oh es war so friedlich dort früh am Morgen. Und es ist so wunderschön dort ... Wir hatten dann eine Reitstunde zusammen – ich auf Blue und sie auf Quincy – und danach haben wir mit den Pferden noch ein bisschen Fotoshooting gemacht. Wir konnten es natürlich nicht lassen und werden Freitag nochmal eine Stunde haben :-) Auf dem Rückweg nach Hause haben wir dann fürs diner eingekauft und Zuhause hat es uns natürlich erstmal unter die Dusche gezogen. Chick gemacht für den besonderen Tag, sind wir dann zu Papa Joe’s Haus gefahren, wo es lunch gab. Der Nachmittag war dann sehr gemütlich. Der Großteil der Rasselbande war zum Angeln ausgeflogen und so habe ich mich ein bisschen mit den Kleinen beschäftigt, gelesen, ein paar Postkarten geschrieben, mit Mama und Papa telefoniert und schließlich am späten Nachmittag mit meiner hostmum die Küche in Beschlag genommen. Denn ratet mal was es zum diner gab !? Jaaa ein bisschen heimische Tradition muss ja sein: Lena hat für alle nordischen Kartoffelsalat und Fisch gemacht :-) Ist auch richtig lecker geworden, wie ich finde! Bevor wir das leckre diner jedoch genossen haben, kam erstmal Santa vorbei! Auf diesen Besuch hatten die kids natürlich total gespannt den ganzen Tag gewartet! Mit großen glänzenden Augen saßen sie um seinen Stuhl herum, haben seinen Geschichten gelauscht und mit ihm Weihnachtslieder gesungen. Hach ein echter Kindheitstraum! Soo süß! Dann wurden natürlich noch Santa-Fotos in allerlei Konstellationen vor dem Weihnachtsbaum gemacht und der Lacher des Abends war Lena auf Santas Schoß ^^. Schließlich musste Santa sich dann wieder verabschieden – er ist natürlich seeehr buisy diese Nacht und uss mit seinen rendeers durch die Lüfte düsen und Geschenke verteilen. Jaja, die armen kids hier müssen ja noch bis morgen früh warten, bis sie in ihre Geschenke luschern dürfen !! Seeehr harte Geduldsprobe! Das Abendessen war wie immer sehr gemütlich, lustig und sehr lecker und es gab wieder viiiel guten Wein ;-) Am Ende des Tages waren die Kleinen natürlich total übermüdet und so sind wir nicht allzu spät nach Hause gefahren. Dort haben wir noch einen Teller Kekse und ein Glas Milch mit einem Brief für Santa am Kamin gelassen und nun genehmigen sich alle eine gute Portion Schlaf vor dem großen Tag Morgen! Ich freue mich schon und auch wenn ich einiges vom deutschen Weihnachten vermisse, so ist dies trotzallem ein wundervolles Weihnachtsfest!
Donnerstag, 25.12.2008
FROHE WEIHNACHTEN :-) !!! Pünktlich zum ersten Weihnachtstag hatte sich auch die Sonne entschieden mal ordentlich aufzuheizen und uns strahlenden Sonnenschein und wunderbare Sommerwärme zu schenken! Die Kleinen waren natürlich in aller Frühe total aufgeregt: Santa hatte seine Kekse gegessen und das Glas Milch geleert und einen kleinen Brief hinterlassen und in Papa Joe’s Haus warteten die Geschenke. So mussten sich alle beeilen mit dem chic machen ;-) Bei Joe und Jackie angekommen, ging dann auch gleich das große Auspacken los – und zugegeben: die Anzahl der Geschenke hat schon ein Kinderparadiesähnliches Ausmaß ^^. Von einer krabbelnden und sprechenden Puppe bis hin zu einer „cars“-Angelroute war alles dabei *lol*. Aber auch mich hatte Santa nicht vergessen. Ganz im Gegenteil. Alle haben mir so süße Geschenke gemacht: Einen feinen Schal, eine Kette, ein Buch und von meiner hostfam einen Kaschmirpullover, einen wunderbar molligen Schlafanzug, ein Haarband und eine I-tunes-Giftcard :-) Jaja – Weihnachtsparadies !! Meine Gasteltern haben sich auch total über das Fotoalbum, dass ich für sie gebastelt hatte, gefreut. Schön schön ... So langsam grummelten dann aber auch unsere Mägen und so gab es ein typisch amerikanisches spätes Frühstück. Kaffee, Orangensaft, Pancakes mit Butter und Sirup und Bacon. Das beste jedoch war, dass wir bei dem tollen Wetter endlich mal draußen auf der überdachten Veranda essen konnten. Hach ein traumhafter Duft und eine tolle Aussicht! Den restlichen Vormittag haben wir dann ganz gemütlich damit verbracht, die neuen Geschenke auszuprobieren, zu lesen und uns die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen. Letzteres hat uns dann schließlich an den Strand gezogen. Und so gings schnell zum Ferienhaus zum Umziehen und dann ab an den beach – an Weihnachten – im Dezember !! So sind wir an diesem endlos weitläufigem Strand entlangsparziert, die Kleinen sind im Wasser herumgetobt und alle haben es irgendwie genossen! Nachdem die Zwillies sich eine Schlammschlacht geliefert hatten, war es auch höchste Zeit für eine Dusche und nachdem alle wieder sauber und chick waren, ging es zurück zu Joe und Jackie. Dort gab es dann diner auf der Veranda und siehe da – nun sollte ich doch noch den mega-riesen-Truthahn zu Gesicht bekommen, den ich eigentlich an Thanksgiving erwartet hatte ;-) Aber auch ich bin satt geworden an den leckren zahlreichen vegetarischen Beilagen und den Überbleibseln des heimische Kartoffelsalats ^^. Der Abend war dann sehr gemütlich. Alle saßen beisammen, im Kamin brannte das Feuer, es gab guten Wein ... später haben die Männer das Celtics-Basketballspiel (Bostons Mannschaft) geguckt, die Kleinen haben gespielt und ja, es war ein rundum schöner Weihnachtsabend!
Freitag, 26.12.2008
Nachdem die kids mal wieder recht nachtaktiv waren, klingelte der Wecker reichlich früh für einen Feiertag – um 7h um genau zu sein. *Gäääähn* Jaja, meine hostmum und ich waren aktiv in aller Frühe und haben uns wieder auf die Pferderücken geschwungen. Was für ein toller Start in den Tag und man fühlt sich so gut danach! Draußen sah es fast ein bisschen spooky aus, da es total nebelig war und diese Life-Oac-Trees ohnehin schon leicht mystisch aussehen ;-) Ich bin heute Teepole geritten – ein sehr lieber brauner Riese. Die Zeit unserer letzten Georgia-Reitstunde ging natürlich viel zu schnell zu Ende ... Zurück im Ferienhaus wartete eine heiße Dusche und Frühstück und dann gings ab zu Papa Joe’s Haus. Da alle recht müde waren, haben wir einfach nur gemütlich gelesen, uns unterhalten, Musik gehört, mit den Kleinen gespielt – ganz lazy ... Damit auch meine hostmum ein bisschen Schlaf nachholen konnte, habe ich mich mit den Kleinen und Jackie dann zum Haus von Freunden in der Nachbarschaft aufgemacht. Allein der Weg war schon ein Abenteuer, da ich das gemietete Riesenauto noch nie gefahren war :-D Das Ding is noch größer als der Van Zuhause in Boston und viiiel zu neumodisch. Woher soll ich denn wissen, dass man nen kleinen Knopf drücken muss um die olle Bremse zu lösen ?! Aber naja, Lena hat letztendlich alles auf die Reihe bekommen – Studieren geht über Probieren ^^. Das Haus war dann der absolute Hammer. Amerikanischer Weihnachtskitsch hoch zehn! Das gesamte Wohnzimmer war mit Deko versehen – aber wirklich jeder Zentimeter! Das ging vom tanzenden Weihnachtsmann, singenden Karussell, Nussknackern, funkelnden und glitzernden Lichtern, einem Candybaum und und und bis hin zu einer trompetenden Bärenband! Unfassbar, unbeschreiblich und absolut wahnsinnig! Keine Ahnung wie diese Leute es den ganzen tag über in diesem Raum aushalten?! Sie müssen halb blind und halb taub sein :-D Aber das war a ein echt amerikanisches Weihnachtserlebnis und die Kleinen hatten natürlich einen Megaspaß. Zurück at Papa Joe’s waren wir reif für etwas frische Luft und so sind wir mit Chris, John und den Jungs zum Angeln an den großen See gegangen. Paul und Sonya hatten kleine Angeln zu Weihnachten bekommen und es war einfach nur hilarious den beiden zuzuschauen! Ich wurde dann natürlich auch zum Profi geschult und durfte sogar einen Fisch an Land ziehen, den John an der Angel hatte. Ein sehr glibschiges etwas schleimiges Erlebnis, aber nunja :-D Auf dem Weg zum Haus kam mir mein hostdad entgegen mit der Nachricht, dass meine Eltern angerufen hatten! Im Haus ging es hoch her, da inzwischen noch ehr Besuch eingetroffen war, und alle mussten natürlich erstmal das deutsche Aupair besuchen und von ihren Deutschlandabenteuern berichten und ihre größtenteils eher nicht ganz korrekten geographischen Kenntnisse von Europa mit mir teilen ^^. Danach habe ich dann aber Mama und Papa zurückgerufen und es war sehr schön ihre Stimmen an Weihnachten nochmal zu hören! Naja, hier war es nicht mehr so wirklich Weihnachten, denn irgendwie scheint es den sogenannten 2.Weihnachtstag hier nicht zu geben – aber was solls ^^. Ein leckres diner gab es trotzdem und zum desert Plumpudding der mit Alkohol übergossen und angezündet wurde. Ein riesen Spektakel für die kids. Am Abend hatte ich dann auch noch viel Spaß mit all meinen Jungs. Auf einmal wollten sie alle Deutsche Wörter lernen und nachdem ich ein paar Billiardkugeln versenkt hatte und einen Kopfstand präsentiert hatte, hatte ich auch die kleinen Männerherzen erobert ;-) süß! Nun bin ich hundemüde und fast schon etwas wehmütig, dass sich unser Georgiaurlaub bereits dem Ende zuneigt ...
Samstag, 27.12.2008
Wer? Wie? Was? Wo? Wann? – Weihnachten soll schon zu Ende sein? Ooooooohhh ... Die schönsten Tage gehen immer am schnellsten um! Aber auch heute war nochmal ein rundum toller Tag! Schon der Morgen war klasse, denn ein Blick aus dem Fenster verriet strahlenden Sonnenschein bei wunderbar warmen Temperaturen. Beim Pancakefrühstück haben wir unseren Tagesplan geschmiedet und wenig später saß die ganze Mannschaft im Van und es ging Richtung „Village“ – also St. Simon‘s Downtown! Dort sind wir erstmal zum Wasser sparziert. Ach war das schön! Meeresrauschen, Palmen, Sonne – was braucht man mehr zum glücklich sein ;-) Nachdem die Kleinen geduldig mit uns die Seebrücke entlang sparziert waren, war playgroundtime angesagt. Ein Spielplatz mit Blick aufs Meer – da würde ich ja freiwillig von Morgens bis Abends auf die kleinen Racker aufpassen. Wir hatten dann auch unseren Spaß dort, während meine hostparents bei einem Sparziergang mal etwas ihre Ruhe genießen konnten. Nach all der Kletterei und Rennerei waren alle hungrig und so gings auf zu einem typischen Südstaaten Barbecueplace! Nach langem Suchen habe ich auf der Karte zwischen Fleisch,F leisch und nochmal Fleisch auch etwas vegetarisches gefunden :-D Sehr abwechslungsreich das Essen hier in den Restaurants *lol* !! Aber es hatte irgendwie echten Südstaatenflair dort und allein deshalb schon hat es sich gelohnt. Nachdem wir noch ein paar Souvenierläden und einen ultrasüßen und ultrateuren Kinderklamottenladen durchlaufen hatten, haben wir uns schließlich auf den Weg zu Papa Joe’s Haus gemacht. Dort konnten alle mal kurz die Füße hochlegen und eine Tasse Kaffee trinken und dann stand das große Wochenhighlight auf dem Plan: Let’s go shrimpin – eine Fahrt auf einem Shrimpkutter! Nachdem die Seebären uns über die Kutterregeln aufgeklärt hatten und wir alle brav auf unseren Holzbänken saßen, sind wir losgetuckert und auf gings ins Abenteuer ;-) Schon nach kurzer Zeit wurde das erste Netz an Bord gezogen und Fische, Krabben, Krebse und gruseliges vielbeiniges schleimiges Meeresgetier kam zu Tage. Die angstlosen Seebären haben dann auch alles schön in die Höhe gehalten und für die kids war es natürlich ein riesen Spektakel ^^. Während wir ganz gespannt den Fang betrachteten, wurden bereits Shrimps gekocht und wenig später war das „Buffet“ eröffnet. Frische Shrips mit Ketchupsoße. Und man glaube es oder nicht – die tapfere Lena hat allen Ekel über Bord geworfen und sich auch an den Fang getraut – ein Beweisfoto wurde geschossen ^^. Inzwischen war der alte Kutter zum echten Partyboot geworden, mit Musik, Essen, guter Stimmung und toller Aussicht. Auf unserer Fahrt haben wir neben allerlei Meeresgetier auch Pelikane aus aller Nähe gesehen uuuuund Delfine :-) Das schönste jedoch war der Sonnenuntergang – echt traumhaft. Als die Sonne am Horizont verschwunden war, ging die zweistündige Fahrt auch langsam ihrem Ende entgegen. Wir haben noch ein tolles Abschiedsfoto mit allen gemacht und schon waren wir wieder am Steg. John und seine Kentucky-Crew hat dann bereits die Heimreise angetreten und der Rest der Mannschaft ist noch bei Spanky’s Essen gegangen. Wiedermal ein typisches Restaurant der Gegend und oh Wunder – Fleisch, über Fleisch und Fleisch :-D Aber Lena findet ja überall was und so bin auch ich wenig später satt und zufrieden aus dem Holzhaus sparziert. Da wir alle unheimlich müde waren, sind wir zum Ferienhaus gefahren und haben es uns mit Eis und Tee auf den Sofas bequem gemacht. Ein gemütlicher Abschluss eines sehr schönen Tages!
Sonntag, 28.12.2008
Unser letzter Urlaubstag in Georgia war nochmal so richtig mit Sonnenschein gesegnet :-) Nach einem gemütlichem Morgen und anfänglicher Kofferpackerei sind wir zu Papa Joe’s Haus gefahren. Und Joe hatte natürlich wieder eine super Idee, um die kids zu beschäftigen. Das sogenannte Hampton Plantation Gelände ist nämlich nicht nur eine sehr hübsch angelegte Siedlung, sondern auch eine riesen Golf-area! Joa hat uns also einfach mal ein Golfcart organisiert und schon sind wir losgeflitzt. Schön durch die Sonne und über die Grashügel, an den Palmen vorbei zum Wasser ... Eine Schildkröte haben wir gesehen und nach Alligatoren Ausschau gehalten, die sich normalerweise in der Sonne tümmeln ... Etwas scary für meinen Geschmack ...!! Nach dieser schönen Tour über das wunderschöne Gelände war ich um einige schöne Fotos reicher und hatte nochmal gut Sonne getankt ^^. Auf der Veranda haben wir dann mit allen lunch gegessen und danach sind wir satt und zufrieden zum Ferienhaus zurückgefahren. Während meine hostmum dort ein wenig Ordnung schaffen wollte, sind mein hostdad und ich mit den Kleinen zum Strand marschiert. Hach – Lenas Lieblingsprogrammpunkt ^^. Die Kleinen hatten mit Muscheln sammeln, im Sand buddeln, Sandburgen bauen und im Wasser planschen mindestens genauso viel Spaß, wie ich beim Sonnenbaden ;-) Sonya musste den Strand wegen Sandburgenzerstörerei und Kreischerei leider etwas früher verlassen, aber Paul und ich haben es bis zum Schluss ausgekostet und hatten dann auch noch einen lustigen Sparziergang zurück zum Haus. Die Kleinen waren hundemüde und sind gleich auf dem Sofa eingeschlafen während ich gemütlich geduscht habe ... Am Abend sind wir dann zurück zu Joe’s und Jackie’s Haus gefahren. Paul ging es leider auf einmal gar nicht gut und für Sonya musste ich ordentlich kreativ werden, um sie zu entertainen, da sämtliche Weihnachtsgeschenke bereits sicher verstaut waren für den Flug. Das diner war dann aber nochmal ein echter Festschmaus *mhhh* Zwar bestellt und geliefert :-D – aber was solls! Wunderbar italienische Pizza mit dünnem knusprigem Boden in vier Sorten, fluffiges Knofibrot mit Dip und zum Nachtisch Schoki in allerlei Varianten :-) Es waren auch noch Bekannte von Joe und Jackie da und je mehr Wein und Sekt floss, umso lustiger und geschwätziger wurde die Runde ^^. Ein absolut grandioser Abschluss *lol*. Gegen Ende war sweet P zum Glück auch wieder auf den Beinen und ja – der Abschied fiel uns allen richtig schwer! Dank spätem nap sind die Kleinen noch immer auf den Beinen und wuseln in ihren Betten herum (00:10 am) und ich wünsche mir sehnlichst, dass durch ein Wunder unser Flug Morgen gecancelt wird und wir noch ein bisschen länger im wunderbar sonnigen Georgia verweilen können. Mich fröstelt es schon beim Gedanken an den Schnee *brrr*. Vielleicht sollte ich mir ne Palme ausbuddeln und vorm Fenster einpflanzen ^^.
Montag, 29.12.2008
Heute hieß es "Goodbye Georgia" - Abschied nehmen von Sonne, Palmen, Strand und unserem süßen kleinen Ferienhaus. Irgendwie war es dann aber doch heimisch schön wieder in Boston anzukommen. Sweet home :-) Zuhause erwartete mich dann auch noch all eure liebe Weihnachtspost. Vielen vielen Dank dafür - ich habe mich sooooo gefreut !!
(Fotos folgen in den nächsten Tagen)
Ganz liebe Grüße und Küsschen,
Eure Lena!
Montag, 29. Dezember 2008
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1 Kommentar:
Hi Lena! :)
Wollte dir hiermit nur mal sagen, dass ich deinen Blog total klasse finde. Du scheints ja mit deiner family und den kids gut getroffen zu haben. Ich mag deine Erzählungen sehr gerne, vor allem schreibst du auch immer so schön. ;)
Komme fast jetzt Tag und schaue, ob du was Neues zu berichten hast. :)
Wünsche dir weiterhin viel Glück in Amerika.
Lg, Lisa.
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