Mittwoch, 3. Dezember 2008

Zwei Nordlichter in Boston und Angriff der Viren

Hi meine Lieben ...

Diesesmal bin ich nur indirekt Schuld an der etwas längeren Schreibpause - erst hatten mich die Grippeviren angefallen und dann war ich ein leichtes Opfer für den Magen-Darm-Virus der Kleinen. Von daher gibt es nicht wirklich viel zu erzählen von den vergangenen Tagen, aber nunja, hört selbst ;-)
Der Samstag jedoch war ein super wunderschöner Tag, denn ratet mal wer einen weekendtrip nach Boston gemacht hat? KREIKYY :-) Oh wie hab ich mich gefreut auf ein echtes Nordlicht und ein so bekanntes Gesicht! Verabredet hatten wir uns um die Mittagszeit in Cambridge. So konnte ich schön ausschlafen und in Ruhe frühstücken, bevor ich mich auf den Weg gemacht habe. An der T-Station habe ich dann gewartet, bis auf einmal jemand von Hinten kam und mir die Augen verdeckte. Ja da war die Wiedersehensfreude groß :-) Nachdem wir die Mitreisenden anderen Aupairs und Freunde von Mareike getroffen hatten, sind wir erstmal zum Coop sparziert, alle haben sich mit Harvard-Andenken eingedeckt und dann sind wir frierend und hungrig im UNO zum Lunch-essen gelandet. Nach einem riesen Teller Nudeln sind die anderen zurück nach Boston gefahren und Kreiky und ich hatten ein bisschen Zeit zu quatschen und durch Camebridge und über den Campus zu bummeln. Etwas komische orientalische Musik hat uns schließlich in einen Keller gelockt, wo eine Christmasfair stattfand. Mhh ein etwas seltsamer Mix: Laute orientalische Musik, viele kleine Stände, Handgemachte Waren und allerlei Leute ... Hätte ein wirklich süßer Weihnachtsmarkt sein können, wenn denn Weihnachtsmusik gespielt worden wäre und alles ein bisschen liebevoller hergerichtet gewesen wäre ... Hachja, ich muss zugeben, Weihnachtszeit so ganz ohne Weihnachtsmarkt, Mutzen, Punsch und Adventskalender ist schon hart !! In einem der Souvenierläden Camebridges haben wir dann auch noch allerlei deutsche Leckereien für horrende Preise gefunden - unter anderem LÜBECKER MARZIPAN *schnief* Da mussten wir gleich ein Foto schießen ... Nunja, später hab ich Mareike dann noch mit zu mir nach Hause genommen und habe ihr mein Zuhause gezeigt. Sie hat sich gleich für einen weiteren Besuch angemeldet und ist im Dunkeln mit dem Bummelzug davongezuckelt ... Nachdem die wunderpillen nachließen, kamen der Husten und die Halsschmerzen zurück und ich bin letztendlich recht früh im Bett gelandet.
Der Sonntag war ein recht fauler Tag. Ich hab mich ziemlich groggy gefühlt und schön durch die Gegend gehustet und mich letztendlich entschlossen die Weihnachtskarten fertig zu schreiben und ein bisschen an den Geschenken zu werkeln. Am späten Nachmittag habe ich mich dann doch aufraffen können nochmal zum Starbucks zu fahren, um ein bisschen rauszukommen und die anderen mal wieder zu treffen. So bin ich durch den strömenden Regen mehr geschwommen als gefahren und habe schließlich bei einem dampfend warmen Caramelmacchiato mein Buch gelesen. Dann kamen Jule und Luisa und wir haben ein bisschen unsere Thanksgivingerlebnisse ausgetauscht, diner zum Mitnehmen vom Chinesen geholt und sind zu Jule gefahren. Der Abend war dann richtig gemütlich. Haben gegessen, den traurigen in Boston spielenden Film "Gone Baby, gone" geguckt und zum Aufheitern "Desperate Housewives" geschaut. Ein schöner Abschluss fürs Wochenende und noch konnte ich ja auch nicht wissen was mich in der neuen Woche erwarten sollte ^^.
Montag Morgen fing recht normal an. Beim Frühstück begannen die Kleinen etwas über Bauchschmerzen zu jammern und mein hostdad und ich ahben uns nur angeschmunzelt und gedacht, sie hätten keine Lust auf Preschool ... Tjaa, beim Anziehen fing Paulie dann jedoch an zu spucken -all over the place- und lag wenig später wieder in seinen PJ's im Bett. Sonya hingegen sollte zu Preschool, doch als wir loswollten hat auch sie dem Teppich eine Dusche verpasst und so hatte ich zwei wirklich kranke Mäuse Zuhause. Die zwei taten mir auch echt Leid. Nichtmal Wasser blieb im Magen und sie wurden immer schlapper und blasser, haben die eine Hälfte des Tages gespuckt und die andere Hälfte geschlafen. Mein hostdad hatte von Zuhause aus gearbeitet und zusammen haben wir Krankenschwester gespielt, EImer gehalten, sauber gemacht ... Kein Wunder also, dass am späten Nachmittag auch ich den Virus aufgegriffen hatte und mich zu den kids auf die Couch gesellen konnte ...
Am nächsten Tag waren die kids wieder einigermaßen fit und ich lag so richtig flach. Mein hostdad ist also Zuhause geblieben, ich hatte den Tag "frei" und habe hauptsächlich geschlafen, im Bett gelegen, gelesen, geschlafen und naja ... ziemlich elend *selbstmitleid*.
Heute gings zum Glück schon etwas besser. Mein Magen war wohl wieder ok soweit und ich war einfach noch müde und schlapp. Das frühe Aufstehen fiel also noch schwerer als sonst und naja, der Morgen zog so ein bisschen schleierhaft vor sich hin ^^. Lief aber alles gut, die Kinder warn guter Laune und als sie letztendlich in der Preschool waren, konnte ich zurück ins Bett fallen. Besonders gefreut habe ich mich, über einen Anruf von Mama und Papa und all die lieben Mails, die immer so eintrudeln. Die haben mich dann auch daran erinnert, dass es höchste Zeit war, das Weihnachtspäckchen und die Karten auf den Weg zu schicken und so habe ich mich tapfer auf den Weg zur Post gemacht. Ein bisschen frische Luft tat bestimmt mal ganz gut und zurück Zuhause habe ich dann den ultimativ amerikanischen Aufpäppeldrink gefunden *lol*. Ein Vitamingetränk :-D Ohja - viva Amerika. Hier gibt es ganze Vitaminläden wo man diese in allen Formen und Farben erhalten Kann. Pillen, Getränke, rot, orange, gelb ... Ob Einbildung oder whra Wirkung - ic muss zugeben, die Vitamine haben ihren Dienst getan ^^ ... Ich habe zumindest den Nachmittag mit den Kleinen heil überstanden. Die zwei waren aber auch echt süß und wir hatten eine ganz schöne Zeit. Der Abend hingegen war dann wieder etwas anstrengend, da ich erst immer zwischen Kindern und kochendem Essen hin- und herrennen musste und schließlich Pauli vorm Essen einschlief ... Naja, so war zumindest Sonya gebadet, in ihren PJ's und hatte gegessen, als meine Gastmutter nach Hause kam. Paul wachte jedoch auf und fing ein großes Geschrei an - worüber auch immer, man weiß es nicht - und naja, so endete der Tag wie so oft mit einer langwierigen bedtime ...
Zur abendlichen Teezeit kam dann auch mein hostdad nach Hause und nunja, inzwischen liegen alle in ihren Betten und freuen sich auf etwas Schlaf ...

Ich denke an euch, Küsschen!
Eure Lena!

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