Sonntag, 11. Januar 2009

Autopanne im Schnee

Hi meine Lieben ...

Nach einer recht anstrengenden Arbeitswoche und etwas gedrückter Stimmung auf Grund des ewig eisigen Schneewetters habe ich mich wirklich auf ein unternehmungsreiches Wochenende gefreut!
Freitag um Punkt vier hatte ich dann nach einem recht turbulenten Tag - um es mal positiv auszudrücken - Feierabend. Aber nichts da mit Füße hochlegen und faulenzen. Die letzte Psychologievorlesung meines Harvardkurses stand an. Auf den Bus nach Cambridge habe ich geschlagene 20 Minuten gewartet. Ohja, meine Laune war wunderbar, wie ich mich so an mein Starbucksgetränk geklammert habe und versucht habe, nicht mit den Zähnen zu klappern. Für die folgenden zwei Stunden Einblick in "Helping and relation ships" hat es sich dann aber doch sehr gelohnt :-) Am Ende habe ich mich noch nett mit ein paar Mitstudenten unterhalten, denen ja nächste Woche nch dasfinal exam bevorsteht und bin dann guter Laune zurück nach Arlington gefahren, wo ich mit Freunden zusammen den Rest des Abends im Starbucks verbracht habe.
Für Samstag und Sonntag stand dann Snowtubing und Alternatives Kino als Aupairmeetings an. Snowpants und alles drum und dran war organisiert und wir Startklar - wenn da nicht der liebenswerte Wetterbericht uns einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. SCHNEESTURM. Oh wie ich diese Ankündigung hasse ... Die Schneeflocken auf die man in Deutschland jedes Jahr so vergeblich wartet, könnte man hier nun echt verfluchen! Die meetings wurden natürlich abgesagt und schon hatte sich die Wochenendsplanung in Luft aufgelöst!
Das Wochenende wurde dann jedoch doch noch unerwartet schön. Samstags habe ich tagsüber ein bisschen gefaulenzt und in der Bücherei ein paar Filme ausgeliehen und abends bin ich dann zu Miri gefahren. Leider mit dem falschen Auto, sodass wir auf dem Weg zum Essen gehen noch mal "schnell" das Auto tauschen mussten. Ein kleiner großer Akt, denn auf dem Corola, der seit einer Woche nicht mehr benutzt wurde befand sich eine etwa 15cm dicke Eis und Schneeschicht, die Rundherum abgehackt und abgekratzt werden musste. Als wir losfuhren war die Kiste noch immer ein Eisschrank und wen wundert es - selbst von Innen befanden sich Eiskristalle an den Fenstern! Mit Miri und Luisa ging es schließlich nach Cambridge zum "Sugar and Spice", wo wir sehr lecker thailändisch gegessen haben. Auf dem Rückweg haben wir uns noch einen sehr amerikanischen riiiiiesen bucket "extra creamy" Schokoeis gekauft und während draußen die Schneeflocken zu tanzen anfingen, haben wir es uns bei einer PJ-Party mit Eis und Malibu so richtig gemütlich gemacht. War ein sehr lustiger Abend.
Am Sonntag haben wir lange lange ausgeschlafen, was auch mal dringend nötig war. Als wir uns gegen Mittag auf den Weg zur Deutschen Bäckerei machen wllten, um uns unser Frühstück zu organisieren, da mussten wir erstmal Schneeschaufeln. Hach - was für eine außerordentlich schöne Sonntagmorgenbeschätigung. Man versinkt doch gerne mal bis zu den Waden im Schnee und lässt seine Schuhe durchweichen, um das Auto freizulegen ... Als wir jedoch letztendlich mit leckren Käsestangen und Schnittlauchfrischkäse im Starbucks saßen und unseren Kaffee getrunken haben, waren wir alle versöhnt ;-) Den Nachmittag haben wir dann Zuhause verbracht, wo ich die Zeit für ein gemütliches Telefonat mit Mama und Papa genutzt habe. Und abends ging es dann zurück zu Miri, wo wir zusammen die Reste des unheimlich leckren Schokoeises verputzt haben und "Desperate housewives" geguckt haben. Gegen elf haben wir uns dann auf den verhängnisvollen Heimweg gemacht. Nach wenigen Metern hörte man rumpelnde Geräusche, die ich weniger Laut schon auf dem Hinweg gehört hatte ... "Ach, das ist nur der Schnee und bestimmt die komischen Winterreifen ..." Joa so denkt Lena der Autoprofi, lauscht lieber der Musik und unterhält sich mit Luisa. Das Rumpeln wird lauter! "Luisa - hörst du das auch? Ist das unser Auto? Ach, das ist bestimmt nur die unebene Straße!" Das Rumpeln wird noch lauter UND das Auto fängt an zu ruckeln! "Ich glaube wir halten doch besser mal an und gucken nach - iiirgendwas ist da falsch!" Wie gesagt so getaan und huuuuups - einer der Hinterreifen war sowas von platt - platter geht es nicht mehr. AAAHHH - sowas muss ja auch mir passieren. Und nicht etwa an einer stark befahrenen Straße mit vielen Männern, die einem gerne den Reifen wechseln ?! NEIN - um elf Uhr nachts zwischen einer Schule und einer Kirche wo niiiiemand ist! Tja, etwas kleinlaut musste ich dann wohl oder übel meinen hostdad anrufen, der dann auch glücklicherweise sehr nett reagiert hat. Haben dann das Auto zur Werkstatt um die Ecke gefahren, Luisa nach Hause gebracht und sind selbst nach Hause gefahren ... Ein ordentlicher Adrenalinschups zu später Stunde ...

Nun wünsche ich euch eine gute Nacht und einen guten Start in die neue Woche :-)
Küsschen und liebste Grüße, eure Lena!

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